Aktuell
Leitfäden zum zirkulären Bauen publiziert
Im September 2025 sind die beiden Leitfäden zum Thema Zirkulär Bauen, einerseits ausgerichtet auf Investor:innen & Bauherrschaften und andererseits auf Planende erschienen. Kerstin Müller, Geschäftsführerin bei Zirkular, war in einer Begleitgruppe zur Erarbeitung der Leitfäden beteiligt. Die Initiative zur Umsetzung kam von EnergieSchweiz (ECH), dem Programm des Bundesrates zur Unterstützung der freiwilligen Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Förderung der erneuerbaren Energien. Die beiden Dokumente stehen in Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung.
Basel Circular: Design follows Availability. Das Material kommt zuerst.
Re-Use als Haltung statt als Ausnahme: Pascal Hentschel und das Fachplanungsbüro Zirkular machen vor, was in der Baubranche möglich ist. Ein Haus im Lysbüchel zeigt eindrücklich, wie Häuser anders geplant werden können.
Online Artikel & filmischer Beitrag von Basel Circular
Publiziert: 29.09.2025
Architektur Preis Kanton Zürich 2025
Der «Grüne Leu» für Haus D auf dem Winterthurer Hobelwerkareal
Dieser Sonderpreis zeichnet die Projektbeteiligten für besonders kluge und ganzheitliche Lösungen zum Thema ökologische Nachhaltigkeit aus. Gesucht wird das Projekt, welches Herausragendes zum Thema vorweisen kann, bei dem möglicherweise Neuland betreten und eine eigene Ästhetik wie auch Architektursprache entwickelt wurde.
Das Haus D überzeugt die Jury als: „Ein intelligenter und überraschender Bau, welcher die aktuellen, dringenden Herausforderungen meistert.“
BaZ: Das Dilemma zwischen Abriss und Umbau in Basel
Der Abbruch ist in Verruf geraten. Zu Recht? Wird tatsächlich viel mehr CO₂ ausgestossen als bei einer umfassenden Sanierung?
«Ja», sagt Andreas Oefner, Fachplaner für Kreislaufwirtschaft in Basel. Seine Einschätzung lautet: «Bis auf wenige Ausnahmen ist ein Umbau viel ökologischer als ein Abbruch mit anschliessendem Neubau.»
Text von Katrin Hauser
Publiziert: 31.08.2025
Reuse Life Cycle Assessment (LCA): Schlussbericht publiziert
Das Projekt Reuse-LCA zielt darauf ab, das Potenzial zur Verringerung der Umweltauswirkungen (graue Energie, Treibhausgasemissionen) durch die Wiederverwendung von Materialien in Gebäuden zu analysieren. Mehrere Pilotgebäude in verschiedenen Regionen der Schweiz (Neubau oder energetische Sanierung) werden detailliert analysiert und ermöglichen es, zusammen mit den finanziellen Kosten das Potenzial zur Verringerung der Auswirkungen durch Wiederverwendung oder durch kombinierte Strategien (z.B. Verwendung biobasierter Materialien), die die Wiederverwendung integrieren, zu diskutieren.
Im Juni 2025 wurde nun der Schlussbericht publiziert und steht in Deutsch, Französisch und Englisch zur Verfügung.
CBI Innovation Booster fördert das Projekt «RadiatorCheck»
Die Jury kürte am Pitching-Event am 20. Mai 15 Projekte, die vom CBI Innovation Booster gefördert werden sollen, darunter «RadiatorCheck»
Das Projekt wird gemeinsam von Alexander Schorfmann von Zirkular, Ayra Tice von der Bauteilbörse Basel und Silvia Domingo Irigoyen von der HSLU – Institut für Gebäudetechnik und Energie IGE entwickelt. Die umzusetzende Idee ist ein benutzerfreundliches Tool, das die präzise und einfach zugängliche Katalogisierung von Heizkörpern sowie die Abschätzung ihrer Heizleistung ermöglicht.
baublatt: Software-Tool für Nachhaltigkeit: «Das kann ich», statt «das will ich»
Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit werden im Bausektor immer wichtiger. Ein Software-Tool ermöglicht es, Emissionen eines Gebäudes für seinen ganzen Lebenszyklus zu kalkulieren: Einberechnet werden Herstellungs- und Betriebsenergie sowie die Energie für den Rückbau.
FenSanReUse – Schlussbericht publiziert
Sanierungsverfahren und Re-Use von Fenstern – Materialpass und Wegleitung
Die im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) entstandene Publikation „FenSanReUse“ ist im Mai 2025 veröffentlicht worden. Die FHNW leitete mit dem Institut für Nachhaltigkeit und Energie am Bau die Forschungsgruppe und erarbeitete die Wegleitungen, wobei Zirkular das Forschungsprojekt mit ihrer Wiederverwendungsexpertise unterstützte.
„Architektur neu denken durch ReUse“
24.02.2025, 17:00-20:30 Uhr
Architekturforum Zürich, Zollstrasse 115, 8005 Zürich
Gäste: Mike Guyer, Anna MacIver-Ek, Mischa Trnka, Benjamin Poignon, Niko Heeren, Christina Bronowski, Kathrin Sindelar, Gabriele Bühler
Moderation: Blanca Gardelegui, Kerstin Müller, Zirkular GmbH
Die Podiumsdiskussion „Architektur neu denken durch ReUse“ beleuchtet innovative Ansätze zur nachhaltigen Transformation unserer gebauten Umwelt. Wie verändert ReUse die Ästhetik und Prozesse des Bauwesens? Welche Rolle spielt Wiederverwendung in der Architektur der Zukunft? Wie können wir Kreislaufwirtschaft und Baukultur vereinen? Expert:innen aus Architektur, Stadtentwicklung und Bauwirtschaft diskutieren die Herausforderungen und Chancen der Wiederverwendung von Bauteilen – von Reduzierung von CO2-Emissionen, die Schonung von Ressourcen und die Abfallminimierung bis hin zur Neudefinition architektonischer Gestaltung. Sei dabei und gestalte mit uns die Zukunft des nachhaltigen Bauens!
Foto: Martin Zeller
The Art of Connecting – Die Wiederverwendung der Huber Pavilions
In diesem Buch veranschaulicht Catherine De Wolf die Wiederverwendungvon Materialien am Beispiel der Huber Pavillons der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Der Paradigmenwechsel im Bauwesen von der linearen zur Kreislaufwirtschaft ist in Gesprächen mit Schlüsselfiguren wie den Architektinnen Barbara Buser und Momoyo Kaijima diskutiert. Dokumentation von Elias Knecht.
«Und das ist die gute Nachricht: Die Schweiz ist gebaut.»
13.12.2024 – 01.03.2025
Architekturforum Zürich, Zollstrasse 115, 8005 Zürich
Eine Netzwerkschau der neuen (Um-)Baukultur. Kuratiert von Denkstatt sàrl, baubüro in situ AG, unterdessen GmbH und Zirkular GmbH.
Vom 13. Dezember bis 01. März kann in den Räumlichkeiten des AfZ entdeckt, diskutiert und weiterentwickelt werden, wie eine am Gebrauch von Stadt ausgerichtete Transformation der Bau- und Planungsbranche gelingen kann. Wir freuen uns über Euren Ausstellungsbesuch!
Foto: Martin Zeller
CAS Zirkuläres Bauen im Frühling 2025
Das CAS Zirkuläres Bauen geht im Frühling 2025 in die dritte Runde. Die Weiterbildung wird gemeinsam von den fünf Mitgliederhochschulen (siehe Infoseite) der Kooperation EN Bau, zusammen mit den Partnern ETH Zürich und SIA, ausgeführt. Die inhaltliche Leitung liegt bei Kerstin Müller, Geschäftsführerin der Zirkular GmbH. In diesem Kurs sind Spezialist:innen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten involviert und teilen ihr Know-how und ihre Erfahrung mit den Teilnehmenden. Auf dem Bild sehen wir fast komplett die Kursteilnehmer:innen der Durchführung 2024.
Foto: Roger Blaser
ARCH+ : Unsichtbare Architektur
Mit ihren über einen Zeitraum von 26 Jahren hinweg in der Schweiz gegründeten Firmen baubüro in situ, Denkstatt, unterdessen und Zirkular haben Barbara Buser und Eric Honegger Pionierarbeit im Bereich ganzheitliche nachhaltige Architektur und Städtebau mit Schwerpunkt auf zirkulären Bauweisen und Wiederverwendung geleistet.
Interview mit Barbara Buser, Eric Honegger, Tobias Mocka, Kerstin Müller, Tabea Michaelis und Ben Pohl
NZZ Format: Nachhaltiges Bauen – Materialien, die den Bausektor revolutionieren könnten
Die Bau- und Gebäudewirtschaft ist laut einem Uno-Bericht für 38 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Dabei entstehen die meisten Treibhausgasemissionen eines Gebäudes noch vor seiner eigentlichen Nutzung – bei der Herstellung und Errichtung. Dabei weiss man schon heute, wie es anders geht: Es gibt sowohl das Know-how als auch die Materialien, um klimaneutral – oder sogar CO2-negativ – zu bauen. Und so erleben totgeglaubte Materialien eine Renaissance: Stroh, Lehm, Kalk und Hanf werden neben Holz immer häufiger als alternative Baustoffe verwendet. Die Kreislaufwirtschaft wird auch in der Bauindustrie immer wichtiger: Urban Mining liegt im Trend. Die Stadt und ihre Materialien sind nicht mehr Abfall, sondern Ressource.
1er rang «Oasis Verdeaux»
In Zusammenarbeit mit Comte/Meuwly Architekten und Schnetzer Puskas Ingenieure konnte beim „Concours groupe scolaire du site de Verdeaux-Pépinières-Saugiaz“, der erste Platz mit dem Projekt „Oasis Verdeaux“ gewonnen werden.
Der von der Stadt Renens ausgeschriebene Wettbewerb hat zum Ziel, ein Projekt für den Umbau und die Erweiterung der Schulanlage und einer Schulbibliothek, sowie den Bau von Sportanlagen und einer kollektiven schulergänzenden Betreuung zu realisieren.
Innosuisse Forschungsprojekt ist publiziert
Unser gemeinsames Forschungsprojekt mit der ZHAW zu den rechtlichen Grundlagen der Wiederverwendung von Bauteilen ist fertig. Die Ergebnisse, Musterverträge und Arbeitshilfen haben wir unter cirkla.ch publiziert.
Diese Dokumente entstand im Rahmen des Projekts «Wiederverwendung von Bauteilen: Rechtlicher Rahmen» mitfinanziert von Innosuisse (Projekt Nr. 55734.1 IP- SBM) in Zusammenarbeit von Zirkular GmbH / baubüro in situ und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, School of Management and Law, Fachstelle Städtebau- und Umweltrecht.
Unsere Gastprofessur am KIT geht in die Verlängerung
Bis einschließlich Winter 2024/25 ist Kerstin Müller Gastprofessorin für Zirkuläres Bauen am KIT in Karlsruhe, Fakultät Architektur.
Foto: Zirkular, Kerstin Müller
Besser als neu – Wie man eine Bürohausfassade emissionsarm und zirkular saniert
Besser als neu erzählt am Beispiel einer Fassadensanierung eines Bürohauses in Basel, was Erhalt und Wiederverwendung von Bauteilen in der Praxis konkret bedeutet. Anhand der einzelnen Bestandteile der Fassade – von der Fensterdichtung bis hin zur Aluminiumverkleidung – wird erklärt, wie diese demontiert, gereinigt und wiederverwendet wurden, welche Materialen aber auch entsorgt und ersetzt werden mussten, und wie sich all dies auf die CO2-Bilanz des Gebäudes auswirkt.
Mit Texten von: David Vaner, Charlotte Bofinger, Andreas Ruby
Erschienen bei: Ruby Press
Abbruchhäuser werden zu Minen
Die Wegwerfmentalität prägt auch die Immobilienbranche – und so kommen über 80 Prozent des Schweizer Abfalls aus der Bauwirtschaft. Doch es entsteht gerade eine gegenläufige Kultur: das Wieder- und Weiterverwenden von Baumaterialien. Das neue Jagen und Sammeln hat gerade erst begonnen.
Artikel von Esther Banz, erschienen am 13.09.23 im Magazin moneta
1. Preis Studienauftrag Ziegelei Ost Allschwil
«Habitat Ziegelei Allschwil» – more than a brick in the wall
Fünf Architekturbüros wurden beauftragt, Studien zur Entwicklung des rund 45’000 m² grossen Ziegelei Ost Areals zu erstellen. Der Vorschlag von pool Architekten (Zürich), Westpol Landschaftsarchitektur (Basel), Zirkular (Basel) und Deuring + Oehninger Ingenieure (Winterthur) überzeugte dabei in vielfältiger Hinsicht. Die Studie zeichnet sich aus durch Respekt vor der industriellen Geschichte des Areals.
Bild: pool Architekten
Bauteile wiederverwenden – Ein Kompendium zum zirkulären Bauen
Die Publikation «Bauteile wiederverwenden» wurde durch das ZHAW Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen ermöglicht. Sie ist im Rahmen des Forschungsprojekts Zirkulär Bauen des ZHAW Instituts Konstruktives Entwerfen in Kooperation mit baubüro in situ und Zirkular GmbH entstanden.
«Bauteile wiederverwenden» dokumentiert unter anderem detailliert am Beispiel des K.118 die veränderten Planungsprozesse, Kosten und positiven Auswirkungen bezüglich Klimaschutz und im Architekturentwurf des kreislauffähigen Bauens.
2021 wurde das Buch erstmals herausgegeben und ist 2022 ins Englische übersetzt worden. Beide Auflagen erschienen beim Verlag Park Books.